Grüß dich, lieber Hans!
Der Versuch, ganz förmlich einen Termin zu vereinbaren, scheiterte, in der Therapiepraxis ebenso wie privat zu Hause und auch vom Zeitpunkt her, plötzlich und kurzfristig, auf halber Strecke, zwischen zwei Aufgaben, ein kurzes, herzliches aber sehr bestimmtes „Hallo“ von dir. Das Angebot, uns ein Stück unseres Weges zu begleiten, gleich vom Auto weg, mitten unter Leuten und am helllichten Tag, bei einem Spaziergang, ganz einfach.
Kurze Fragen von dir mit oft pointierten und wach rüttelnden Ergänzungen, der Versuch mit ausweichenden Antworten wird umgehend im Keim erstickt, neuerlich der Versuch mit „man, kann, eigentlich“, nix da, zurück an den Start! Einleuchtende Beispiele und nichtbegreifen wollende Wahrheiten mitten in die Seele. Ich und die anderen nur mehr mit Namen, ich will und entweder Ja oder Nein, früher oder ab sofort , für mich oder weiterhin die anderen, angenehm oder ungut, gehorsam und rückblickend oder vielleicht doch selbstbestimmend und vorausschauend, Energieverschwendung oder Vitalität, Problem oder Lösung, Was jetzt???!!!!!!
Noch schnell eine Familienaufstellung mit Mauerresten in einer befahrenen Seitengasse, vor oder zurück, näher oder vielleicht weiter weg, nach links oder besser nach rechts, wer ist eigentlich noch wer, und warum so und nicht doch wieder anders? Und dann: ein Auto fährt langsam an uns vorbei, das war aber knapp „Gott sei Dank“ Achtung: noch ein Auto, es „überfährt“ einen Teil der Mauerreste, da liegen sie nun, zerbröselt! War das Zufall - lebendig oder tot, Fiktion oder zukünftige Realität? Danke für den Fingerzeig.
Ein Blick zum Auto und auf die Uhr, noch schnell die ersten Schritte, wie, mit wem und wann, es kost fast nix, nur eine freiwillige Spende, alles Liebe und Gute, meldet`s euch, Laufschritt! Erst einmal tief Luft holen, Traum oder Wirklichkeit? Unglaublich und doch wahr, ganz einfach. Langsam dämmert`s, es war die Wirklichkeit, wir waren mit unserem Unglück bei „Hans“ im Glück!
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